Gspässigi Lüüt (Oktober 2015)

von John Patrick, Regie Brigitte Schwarz

Die Millionärswitwe Marian Savage scheint zu einer etwas immer sonderbareren alten Dame zu werden. Sie trägt blau gefärbtes Haar und stets einen abgewetzten Plüschteddy im Arm, den sie hütet wie ihren eigenen Augapfel. Doch mit dem Familienerbe geht sie leider um einiges lockerer um. Sie investiert in Theaterproduktionen, um sich selbst den Traum der Schauspielerei zu ermöglichen, und hat eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die großzügig karitative Luftschlösser unterstützt. Das finden zumindest ihre Stiefkinder Lilly Belle, die Richterin Samantha und der Senator Titus, alles andere als begrüßenswert, da sie um ihr Familienvermögen bangen, das in den Händen der Witwe kontinuierlich zu schwinden droht. Also beschließen die raffgierigen Zweiterben, ihre Stiefmutter in ein Sanatorium einzuweisen, um sie zur Vernunft und sich selbst zum Geld zu bringen.

In der Villa Waldfriede wird die neue Patientin schon aufgeregt erwartet. Die 'Gäste' der beschaulichen Nervenheilanstalt, Florence, Hannibal, Fairy, Jeffrey und Mrs. Paddy, erwarten die Neue mit Aufregung. Die vertraute Gemeinschaft nimmt sie liebevoll auf und Mrs. Savage beginnt in den spleenigen Sanatoriumsgästen wahre Freunde zu finden. Doch viel Zeit zum Durchatmen bleibt der sonderbaren Dame nicht. Ihre Stiefkinder üben Druck auf sie aus. Sie soll verraten, wo ihr Vermögen versteckt ist. Aber die widerspenstige Mrs. Savage beweist, dass sie sich vielleicht etwas sonderbar verhält, aber ganz und gar nicht auf den Kopf gefallen ist. Sie führt ihre gesellschaftlich gut dekorierten Stiefkinder auf peinliche Irrwege, indem sie ihnen falsche Geldverstecke nennt. Mit den hämischen Zeitungsmeldungen der eigenen Fehltritte wächst die Wut des geldgierigen Trios. Sie wollen ihrer Stiefmutter eine Wahrheitsdroge verabreichen und so erfahren, wo das Familiengeld wirklich liegt. Mrs. Savage gibt sich geschlagen und präsentiert das Versteck des in Staatsobligationen angelegten Geldes. Doch just in dem Moment, als sie diese auftauchen lässt, geht das Licht aus. Als das Licht wieder angeht, sind die Obligationen natürlich verschwunden. Die Suche nach ihnen beginnt und mündet in einem vorgefundenen Aschehäufchen.

Mit dem Verlust des Geldes hat der Sanatoriumsaufenthalt von Mrs. Savage für die Stiefkinder seinen Zweck verloren. Die alte Dame wird entlassen und verabschiedet sich schweren Herzens und gerührt von ihren neugewonnen Freunden. Doch dabei erhält sie noch eine ganz besondere Überraschung...

(Quelle: Felix Bloch Erben, Verlag für Bühne Film und Funk)


Ensemble auf der Bühne:

Edith Rey                      Mrs. Marian Savage

Caroline Tobler           Lilly Belle Savage                                      Tochter von Mrs. Savage

Ilona Hofmeister        Samantha Savage                                     Tochter von Mrs. Savage

Markus Gruber           Titus Savage                                               Sohn von Mrs. Savage

Eliane Egger                 Florence                                                     Bewohnerin von Villa Waldfrieden

Marco Bruggner          Jeffrey                                                         Bewohner von Villa Waldfrieden

Priska Ganter              Fairy May                                                    Bewohnerin von Villa Waldfrieden

Uta Poschmann          Mrs. Paddy                                                 Bewohnerin von Villa Waldfrieden

Wout Willems              Hannibal                                                     Bewohner von Villa Waldfrieden

Rita Ehrbar                   Dr. Emmet                                                  Ärztin

Sarah Bürgis                Miss Willie                                                   Betreuerin

Team hinter der Bühne:

Daniela Mauchle         Produktionsleitung, Regie-Assistenz

Brigitte Schwarz         Regie

Caroline Tobler          Bar, Kostüme

Felicitas Bötschi         Kasse

Sascha Bollmann       Bühnenbau

Carol Rickenbacher   Maske

Sarah Bürgis               Maske

Reto Meier                  Werbung, Programmheft


Zeitungsartikel:
Bildergallerie Ensemble auf und hinter der Bühne:
Bildergallerie Stück: